Hausbau-Tagebuch

Donnerstag, den 28. August 2008
Beginn der Bauarbeiten
GrobabsteckungNachdem wir eigentlich die letzten Wochen nur mit Papierkrieg verbracht haben, geht es nun endlich los.

Zuvor aber noch ein paar Worte zum besagten Papierkrieg:
Neben der ganzen Post die wegen dem Hausbau zu bearbeiten ist, mussten wir auch noch sehr viel telefonisch abklären. Uns ist jetzt im Nachinein klar, dass wir den organisatorischen Aufwand ein wenig unterschätzt haben und dieser auch bei einem Fertighaus, wo eigentlich alles aus einer Hand kommt, immer noch sehr hoch ist. Dabei mussten wir auch feststellen, dass unsere zuvor eingeplanten 7.000 EUR für Erdarbeiten bei Weitem nicht ausreichen werden (was unter Anderem auch an unserer Bodenklasse 6 - 7 liegt).

Aber zurück zu den begonnen Bauarbeiten: Wie man auf den Bildern schön sehen kann, wurde die Grube für den Keller schon komplett ausgehoben. Das ganze hat nichtmals 2 Tage gedauert. Am 2. Morgen war der Keller schon zu einem Drittel ausgehoben. Das das ganze so schnell ging, lag nicht zuletzt daran, dass die LKW's im Minutentakt anrückten um die überflüssige Erde abzutransportieren. Mittags haben wir dann einen Anruf vom Tiefbauer bekommen, dass auf dem Grundstück kein Lagerplatz mehr für den zur kompletten Wiederverfüllung benötigten Bodenaushub ist. Hier ist wohl mal wieder mit Mehrkosten zu rechnen.

Naja, auf jeden Fall war unser Kelleraushub das Event im Baugebiet. :-)

Grobabsteckung Grobabsteckung

Mittwoch, den 13. August 2008
Bauleitergespräch Kohnert und Grobabsteckung
Grobabsteckung Und mit großen Schritten geht es voran... Heute hatten wir mit dem Bauleiter der Firma Kohnert, die für den Kellerbau zuständig ist, unser Baustellengespräch. Eigentlich hatten wir damit gerechnet, dass der ganze Termin höchstens 1 Stunde dauern würde. Da haben wir uns aber getäuscht. Tapfere 3 Stunden haben wir stehend neben dem Bauleiterwagen im Wind zugebracht. Heraus gekommen ist ein 4 seitiges Protokoll des Gespräches und eine Auftragsbestätigung für eine chemische Analyse des Bodens. Innerhalb des Gespräches ist haben wir erfahren, dass unser Boden erst chemisch untersucht werden muss, damit er von der Deponie angenommen wird. Das ist wohl in unserer Gegend so. Natürlich kostet der Spaß wieder richtig Geld. Das Bodengutachten hat auch noch ergeben, daß eine vollständige Wiederverfüllung leider nicht möglich ist. :-(

Was uns sehr überrascht hat war, dass noch zahlreiche Fragen aufgekommen sind, von denen wir gedacht haben, dass dies doch nun inzwischen klar sein sollten. Z.B. wie hoch unser Keller sein soll, ob eine Hebeanlage notwendig ist, etc. Bei diesen Punkten hatte unser Bauleiter einen anderen Informationsstand als wir. Deshalb musste er von der Baustelle zahlreiche Male mit Fingerhaus telefonieren, um dies noch abzuklären. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass für den Kellerbau Baustrom und Bauwasser vorhanden sein muss. Ok, das war jetzt keine wirkliche Überraschung. Da wir aber nicht aus der Region kommen, stellt uns gerade das Bauwasser vor ein größeres Problem. Wir hätten uns ein Standrohr leihen müssen, dieses morgens vorbei bringen, abends abholen, morgens wieder vorbei bringen, etc. Ganz billig ist der Spaß bestimmt auch nicht. Gott sei Dank haben wir auch hier eine Lösung gefunden: Unsere zukünftigen Nachbarn stellen uns per Schlauch Wasser zur Verfügung. Dieses zahlen wir dann natürlich. An dieser Stelle schonmal vielen vielen Dank!

Grobabsteckung Während wir mit dem Bauleiter die einzelnen Punkte durchgesprochen haben, haben die Vermesser die Grobabsteckung des zukünftigen Gebäudes erledigt. Wir haben festgestellt, daß man sich, was die Größe des Grundstücks angeht, total täuschen kann. Wir konnten uns beide überhaupt nicht vorstellen, wie auf das kleine Stück Land unser Haus passen soll. Da gingen einem schon so Gedanken durch den Kopf wie: Hoffentlich haben die sich bei der Größenangabe des Grundstücks nicht vertan ;-)

Nachdem die Vermesser die Eckpunkte gesetzt haben, wußten wir es aber. Das Haus passt und es ist sogar noch ein wenig Platz drum herum. Auch wenn das auf dem Bild vielleicht nicht so wirkt. Nachdem wir die Stangen haben stehen sehen, kamen aber direkt die nächsten Zweifel.... das ist alles... größer wird das nicht ... Aber wir haben ja schonmal gelernt, daß man sich hier ganz extrem täuscht. Hoffentlich jetzt auch wieder ;-)

Montag, den 11. August 2008
Briefkasten und Hausnummer gekauft
Andreas Vater hat uns heute darauf hingewiesen, dass der Bauhaus Briefkästen und Hausnummern aus Edelstahl im Angebot hat. Da mussten wir doch direkt hinfahren und zuschlagen. :-)

Freitag, den 08. August 2008
Weitere Termine stehen fest
Es geht mit schnellen Schritten vorwärts. Wir wissen jetzt wann unser Haus aufgebaut wird: In der KW 39. Circa 14 Tage vorher erfahren wir dann auch den genauen Tag. Außerdem haben wir kommenden Mittwoch schon ein Gespräch mit dem Bauleiter für den Keller. Zu dem Gespräch sollen außerdem die Versorger und der Vermesser kommen. So wie es aussieht wird dann auch schon direkt die Grobeinmessung gemacht.

Außerdem haben wir unser Baustellenschild bekommen. :-)

Mittwoch, den 06. August 2008
Bemusterung
Hinter uns liegen zwei anstrengende, aber schöne und interessante Tage. Wir hatten endlich die langersehnte Bemusterung in Frankenberg. Insgesamt müssen wir leider sagen, dass wir am Anfang direkt mit für uns unerwarteten Kosten überfallen wurden. So sollte plötzlich eine Hebeanlage für das Waschbecken im Keller notwendig sein. Außerdem stellte sich heraus, dass einige Kosten wohl zu hoch angesetzt waren. Positiv zu vermerken war unserer Bemusterungsberater direkt die Mehr- und Minderkostenrechnung angesprochen hat und direkt auf den Fehler mit den Lichtschächten hingewiesen hat. Hier handelte es sich tatsächlich um einen Rechenfehler. Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass man alle Kosten noch einmal prüfen sollte/ muss. Was wir aber positiv feststellen konnten: Fingerhaus lässt mit sich reden und gesteht Fehler ein und korrigiert diese. Hier haben wir nämlich von anderen Firmen schon ganz andere Dinge gehört.

In der Bemusterung ist uns aufgefallen, dass Fingerhaus einen sehr hohen Standard hat. Die einzige Ausnahme stellt der Sanitärbereich da. Hier mussten wir einiges aufmustern. Der Standard ist hier recht einfach und passt unserer Meinung nach nicht wirklich zum ja doch sehr hohen Qualitätsstandard von Fingerhaus. Zum Glück war der Sanitärbereich der einzige "schwache" Bereich.

Für alle die noch eine Bemusterung vor sich haben, möchten wir noch folgende Tipps mitgeben: Plant auf jeden Fall nicht nur 5.000 EUR an Aufmusterungskosten ein. Die sind alleine mit Sachen, an die man gar nicht dachte, schnell weg. Auch wenn man nicht viel aufmustern möchte, sollte man hier doch eher mit dem doppelten kalkulieren. Außerdem sollte man sich gut auf die Bemusterung vorbereiten. D.h. alle Steckdosen, Lichtschalter und die dazugehörigen Brennstellen in den Möbelplan einzeichnen. Sinnvoll ist es außerdem alle Möbel in den Plan einzuzeichnen. Außerdem haben wir uns eine Kamera und einen Laptop mitgenommen. So konnten wir am ersten Abend alle ausgewählten Dinge ansehen und hier nochmal in Ruhe überlegen, ob diese uns auch wirklich gefallen. Während der Bemusterung haben wir fleissig die Bruttopreise (während der Bemusterung werden leider nur Nettopreise genannt, also immer nach Brutto fragen) mitgeschrieben um abends mit Hilfe der Fotos zu prüfen, ob die einzelnen Dinge wirklich ihr Geld wert sind. :-)

So, und nun einige Fotos von unserer Bemusterungsauswahl:

Wir werden begrüsst...Die Außenputzfarbe und der SpritzputzTondachziegel engobiert in Alt-SchwarzVordach in Edelstahl und GlasHaustür in teak mit MilchglaselementenHalterung inkl. Dachpfanne für die SAT-Schüssel von KathreinArmatur im GästeWC und BadDas Schalterprogramm von GIRABuchetreppe......mit EdelstahlgeländerUnsere BadewanneneckeDie Dusche inkl. Armatur, Duschwanne, Glastür und -wand und fester Wand